INDEPENDENT LABELS
Independent Labels (engl. unabhängige Tonträgerfirmen), kurz Indie Labels, Independents oder Indies, bezeichnen zunächst die Plattenfirmen, die nicht zu den Major Labels, also den großen Konzernen, gehören.
Independent ist in diesem Zusammenhang ein unscharfer und umkämpfter Begriff. Zu der ursprünglichen Independent-Major-Unterscheidung - anhand des Vorhandenseins eines
firmen eigenen Vertriebsnetzes - traten weitere kulturelle und strukturelle Faktoren, wie die einfache Größe, die Entscheidungsfindung aufgrund von ästhetischen oder kommerziellen Aspekten oder die Einbindung in Musikszenen. Klassischerweise bedienen die Indies spezialisierte Szenen und bauen neue Künstler auf, während die Major Labels von den Innovationen und Marktsegmentierungen profitieren, indem sie erfolgreiche Musiker und Konzepte übernehmen.
Independent Labels haben häufig den Ruf eines authentischen Gegenmodells, bei dem die Künstler fair am Gewinn beteiligt werden. Ihre Formen erstrecken sich von Ein-Personen-Enthusiasten-Unternehmen bis zu sog. "Major-Indies", die in verschiedenem Grade den Marktmechanismen folgen.
Das Major/Indie-Verhältnis im weltweiten Marktanteil hält sich relativ konstant seit den Anfängen der (Pop-)Musikindustrie, Independent Labels können etwa 20-25% des Tonträgerverkaufs auf sich vereinen.
In seiner Analyse der Aktivitäten der Plattenfirmen in den USA, "The Sound of the City", prägt Charlie Gillett 1970 die Unterteilung der Tonträgerindustrie in "Major Labels", die ein eigenes landesweites Vertriebsnetz besitzen, und "Independent Labels", die Verträge mit unabhängigen, regionalen Vertrieben abschließen müssen.
QUELLE: INDIEPEDIA
FOTO: © IOFOTO / FOTOLIA.COM
Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 03/2009




