DIE JANE-STORY

Teil 1 - Die Voraussetzung

Obwohl die Gruppe JANE im Dezember 1970 ins Leben gerufen wurde, muss man bei dieser ausführlichen Story schon mit dem Jahr 1968 anfangen. Vor JANE gab es eine
Gruppe, die sich JPs (Justice of Peace) nannte und schon das Musikerpotenzial der späteren JANE-Besetzung beinhaltete. Diese Gruppe hatte die Besetzung Peter Panka (Vocals), Klaus Hess (Bass), Werner Nadolny (Saxophon), Klaus Zaake (Drums) und Wolfgang Krantz (Guitar). Wir alle zusammen waren musikalisch zu der damaligen Zeit für die Unterhaltung des Publikums zuständig. Was bedeutete, dass man in einem Monat jeden Abend im gleichen Club auftrat (circa fünfmal eine dreiviertel Stunde und 15
Minuten Pause). Das betraf jeden Tag, auch die Feiertage (nur Heiligabend nicht). Man spielte damals englische und amerikanische Songs aus ihren Hitparaden oder Titel von mehr oder weniger bekannten Gruppen. Es war auch die Zeit, als die Diskotheken entstanden und die Clubs sich veränderten ? und somit auch das Leben der damaligen Profi-Musiker, die davon leben mussten. Selbst die BEATLES machten damals sogar einen Monatsjob wie z. B. in Hamburg, konnten sich aber aufgrund ihrer aufkommenden Hits aus dieser Szene (Monatsjob) entfernen.

Wir dagegen traten von Monat zu Monat in einer anderen Stadt in einem anderen Club auf, was auch mit dem Überleben zusammenhing. Durch den Weg der BEATLES, aufkommende Diskotheken und die sich damit veränderte Club und Medienlandschaft konnte man erkennen, dass sich entscheidende Veränderungen anbahnten. Aber jetzt zurück zu unserer Gruppe. In diesen Clubs, in denen man einen Monat lang auftrat, wurde natürlich die Übernachtung gestellt. Es waren Musikerzimmer, die man nicht beschreiben kann. Die Wände mit Malereien beschmiert (man könnte glauben, hier wurde das Malwerkzeug erfunden). Selbst von einem Michelangelo für Arme waren die Malereien noch Lichtjahre entfernt. Natürlich sehr spartanische Einrichtungen (da hätte sogar IKEA das Prädikat SCHÖNER WOHNEN erhalten). Zur Ehrenrettung der Zimmer
muss man natürlich auch gestehen, dass man in jungen Musikerjahren einer gewissen Subkultur frönte und somit mehr hauste als wohnte. Interessant war auch, wenn du in einen neuen Club kamst, dass gleich am ersten Abend einige Damen (Groupies) auf dich zukamen und dir erklärten, dass du diesen Monat "ihr gehörst", ausgesucht von dem Plakat der Band, welches der Clubbesitzer schon vorher ausgehängt hatte.

TEXT UND FOTOQUELLE: WERNER NADOLNY

Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 01/2009

 
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