DIE "GESCHÄFTSMODELLER"
Mit welchen Methoden Musikgruppen, Einzelinterpreten, Musikverlage und Musikerunternehmer "Geschäftsmodelle" entwickelt haben, mit denen sie jährlich die GEMA (mit ihrem eigenen Berechnungs- und Verteilungssystem) mit bis zu zweistelligen Millionenbeträgen zur Kasse bitten.
Als die GEMA in 1998 für die Ausschüttung der Tantiemen aus Konzerten und Unterhaltungsmusik in einer relativ kurzfristig anberaumten "Nacht- und Nebel-Aktion" ohne Beteiligung der GEMA-Mitgliederversammlung das sogenannte neue "Pro-Verteilungsverfahren" einführte, war den Initiatoren des internen Machtzirkels der GEMA aus Vorstand, Aufsichtsrat und Eingeweihten nicht bewusst, dass sie damit für einige intelligente Komponisten, Texter und Verleger die Büchse der Pandora öffneten! Dieses neue Multiplikationsverteilungssystem der GEMA eignet sich in hervorragender Weise dazu, dieses Inkassounternehmen für Urheber und Verleger jährlich um Millionen-(Tantiemen)-Beträge zu erleichtern.
Ursprünglich war das Pro-Verfahren seitens der Initiatoren dafür entwickelt worden, zweistellige Millionen-Tantiemen in die Taschen der Komponisten, Texter und Verleger zu lenken, deren Songs bundesweit als Hits, Gassenhauer und sogenannte "Evergreens" zu allen Jahreszeiten in allen Teilen Deutschlands gespielt und gesungen wurden. Die Erfinder des Pro-Verfahrens waren der Auffassung, dass von den zahllosen Konzertmeldungen bei der GEMA, für die keine Musikfolgebögen seitens der Veranstalter vorlagen (ursprünglich 6/7), diese populären Hits, Evergreens, sogenannte Standardwerke, Gassenhauer und volkstümliche Sauflieder am ehesten für diese Meldelücken in Frage kämen.
TEXT: OLE SEELENMEYER
FOTO: ALLZWECKJACK/PHOTOCASE.COM
Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 01/2010




