FAZIT: DOES THE ARCHE NOAH GO THE ISLE OF MAN? - Kulturflatrate oder Finanzierung durch Werbung?
Früher waren fast ausschließlich die Majorlabels in der Lage, die teilweise horrenden Musikproduktionskosten zu finanzieren, Werbung zu schalten, ein Künstlerimage aufzubauen und Musik weltweit zu vertreiben. Heute kann jeder Musiker mit einem verhältnismäßig geringen finanziellen Aufwand (ab 1500 ? 2000 Euro) halbwegs professionell klingende Aufnahmen produzieren, wodurch folgende Wettbewerbsvorteile für die Majorlabel, bleiben:
- Weltweite Vertriebsstrukturen für physische Tonträger - digitale Tonträger hingegen können Künstler via Sub-Content Aggregatoren selber bei iTunes anbieten.
- Kapitalkraft zur Etablierung neuer Künstler bzw. Erhaltung der Marktrelevanz von Stars und zur Übernahme kleinerer Anbieter, die neu entstandene Nischen im Online-Musikvertrieb besetzt haben. Warner übernahm 2007 Zebralution.
- Das Image eines weltweit agierenden Musikunternehmens mit großen Stars als Zugpferde. Allerdings könnte die strafrechtliche Verfolgung der Tauschbörsennutzer dem Image der Majorlabels schaden und die Kunden von morgen vergraulen.
Um die jüngeren Musikfans verstärkt als Kunden zu gewinnen, könnte werbefinanziertes Musikstreaming in Zukunft von größerer Bedeutung sein. Spotify scheint zumindest für die Majorlabels und die an der Independent Online Distribution Alliance (IODA) angeschlossenen Indielabels ein erfolgsversprechender Ansatz zu sein, dem Bedürfnis des Musikfans nach barrierefreiem Musikgenuss mithilfe von Cloud Computing nutzender Software zu entsprechen.
TEXT: BASTIAN SCHICK
FOTOS: © POKKI / FOTOLIA.COM
Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 04/2011




