VERANSTALTER VON CASTING-SHOWS
Die Heuschrecken der Musikbranche?
In diesen Tagen ist es wieder soweit. Dem Fernsehpublikum wird eine neue Runde der deutschen Casting-Welle in Form von "Deutschland sucht das Super-Talent" des Privatsenders RTL präsentiert. Dieses Format wird in Lizenz von der GRUNDY Light Entertainment GmbH produziert, stammt in der Vorlage aus Großbritannien und heißt dort "Britain's Got Talent" (mit dem letztjährigen Gewinner Paul Potts). Gemacht wurde diese Show für den britischen TV-Sender ITV von Musik- und Filmproduzent Simon Cowell (48, dem Erfinder von X-Factor, einem ganz ähnlichen Format wie "Pop Idol" (der Vorlage von "Deutschland sucht den Superstar" bei RTL) mit Cowell in der Jury). An diesem Format hat RTL auch Rechte erworben, jedoch bislang nicht produzieren lassen, vermutlich wegen der zu starken Ähnlichkeit zu DSDS. GRUNDY gehört in Deutschland zur UFA-Gruppe, weltweit zur FremantleMedia, einer der größten internationalen Produktionsfirmen für Entertainment-Formate.Auch Simon Cowells Firma Syco gehört dazu (aha!). Manche bezeichnen Cowell gerne als das britische Pendant zu Dieter Bohlen (54). Dieser wiederum ist nach diversen Durchläufen des o.g. Formats "DSDS" mit seiner Omnipräsenz so eine Art "Godfather der deutschen Fernseh-Castings" geworden. Über die verbalen Entgleisungen in dieser Sendung soll es hier nicht gehen, dies wurde schon in diversen Artikeln behandelt. Was hat es nun mit diesem Casting-Fieber auf sich? Wie kommt es, dass viele Konsumenten im Teenie-Alter (der wohl wichtigsten Zielgruppe dieser Shows) glauben, die Musikindustrie hätte sich noch nie anderer Mittel als solcher TV-Castings bedient, um ihre zukünftigen Hoffnungsträger und Geldbringer zu ermitteln? Eine genauere Betrachtung dieses Phänomens wäre aus aktuellem Anlass also mal fällig.
TEXT: TODD L.
FOTO: PHOTOCASE.DE/IOTAS
Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 04/2008




