BEEINTRÄCHTIGUNG DER EHRENAMTLICHEN UND GEMEINNÜTZIGEN ARBEIT DURCH DIE GEMA

SEHR GEEHRTER HERR LEHRIEDER,
ich wende mich an Sie zum einen als den Vertreter des Wahlkreises Würzburg im Deutschen Bundestag, zum anderen, weil Sie Mitglied im Petitionsausschuss sind.

Zunächst einmal möchte ich mich kurz vorstellen: Ich heiße Klaus Wenger, bin 51 Jahre alt und unterrichte als Oberstudienrat in Würzburg katholische Religionslehre und Sport. Seit meiner eigenen Schulzeit bin ich ehrenamtlich in verschiedenen gemein nützigen Organisationen aktiv: (Es folgt eine Liste von sechs ehrenamtlichen Tätigkeiten, die Herr Wenger im Lauf seines Lebens ausgeübt hat.)

Sie sehen, ich bin ein erfahrener "Ehrenamtler" und habe in den verschiedenen Ämtern Anerkennung und Unterstützung erfahren. Als Schriftführer des Folkclub Würzburg e.V. war ich allerdings mit einem Missstand konfrontiert, auf den ich Sie unbedingt aufmerksam machen möchte!Noch nie in all den Jahren habe ich es erlebt, dass ehrenamtlicher und gemeinnütziger Arbeit so wenig Achtung entgegengebracht wird, ja dass sie geradezu sabotiert wird, wie ich es in den zwei Folkclub-Jahren von Seiten der GEMA erfahren habe.

Offensichtlich verhindert das Quasi-Monopol, mit dem der Gesetzgeber diesen wirtschaftlichen Verein ausgestattet hat, ein kundenorientiertes Verhalten, und aufgrund mangelnder Aufsicht konnte sich ein Geschäftsgebaren entwickeln, das seinesgleichen sucht und dringend korrigiert werden muss! Da durch die vorsätzliche Schädigung gemeinnütziger Arbeit öffentliche Belange berührt sind, wende ich mich an Sie.

Vorab: Ich begrüße die angemessene Bezahlung von Komponisten und Autoren. Der Folkclub Würzburg e.V. organisiert ehrenamtlich Konzerte und Tanzveranstaltungen auch deshalb, um Musikerinnen und Musikern eine Auftritts- und damit eine Verdienst möglichkeit zu schaffen. Auch wenn viele Folkclub-Mitglieder ihre Kompositionen und Arrangements den anderen kostenlos zur Verfügung stellen und ohne Entgelt konzertieren oder zum Tanz aufspielen, so ist uns durch unsere engen Kontakte zu vielen (halb-)professionellen Musikern bewusst, dass diese durch ihre künstlerische Tätigkeit ein angemessenes Auskommen erwirtschaften müssen.

Aber offenkundig versucht die GEMA durch Täuschungen und falsche Auskünfte, das Urheberrecht zu einer Musiksteuer umzufunktionieren und dort Vergütungen für Urheber einzuziehen,wo es gar keine Urheber gibt, da traditionelle Melodien und Lieder auf geführt werden.

 

Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 03/2010

 
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