GVL: ABGABE DER NACHWEISBÖGEN 2009 - Eine neue Ära bricht an ?
Nur noch bis zum 30.06. können im laufenden Jahr die über die Jahrzehnte etablierten Nachweisbögen für erhaltene Entgelte künstlerischer Darbietungen von den Berech tigten bei der GVL eingereicht werden. Vielen Musikern wird hierbei kaum recht bewusst sein, dass dieses Procedere wahrscheinlich zum allerletzten Mal zur Anwendung kommen wird.
Wie bereits im MUSIKER MAGAZIN No. 3/2009 (S. 39) erstmalig berichtet ("GVL: Änderung der Abrechnungsfunktion über das neue "artsys-Portal"), kommt die geplante Umstellung für alle Künstler einem regelrechten Paradigmen wechsel zu den gewohnten Vergütungsberechnungen gleich.
Wie am 07.05.2009 im Verlauf der letzten GVL-Berechtigtenversammlung in Berlin von den Geschäftsführen Dr. Tilo Gerlach und PeterZombik erläutert wurde, sind zahlreiche Verträge zwischen der GVL und verschiedenen Tonträger firmen (Independents) bzw. (privaten) Sendern ausgelaufen bzw. vorzeitig aufgekündigt worden. Ebenfalls aufgrund laufender Rechtsstreitigkeiten, insbesondere wegen Vor - gaben des Europäischen Gerichtshofes zur Harmonisierung unterschiedlicher Verwertungs wie Abrechnungssysteme innerhalb der Europäischen Union (EU), müssen zukünftig ebenfalls ausländische Verwertungsgesellschaften in Deutschland konkurrieren und die Rechte ausübender Künstler wahrnehmen dürfen. Ein dabei erwünschter Effekt soll unter anderem sein, dass Künstlern somit auch die Auswahl des "günstigsten Anbieters" auf diesem "Markt" ermöglicht werden soll. Dies bedeutet gleichfalls, dass damit das über 50 Jahre alte und in Deutschland einzigartige System der Abrechnung über die "GVL-Nachweisbögen" ab 2011 wohl endgültig der Vergangenheit angehören wird. Als Basis für die erforderlichen Erhe bungsgrundlagen wurde das neue Online-Meldesystem "artsys" eingerichtet.
TEXT: FUNKEY
FOTO: ©JACK SIMANZIK - WWW.ALLZWECKJACK.DE/PHOTOCASE.DE
Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 02/2010




