Haifische in der Musikbranche? - Eine endliche Geschichte über wahrscheinlichen Urheberrechtsdiebstahl unter Musikern (Teil 2)
Wie im musiker Magazin Nr. 2/2011 in einer ersten Story beschrieben, gründete in den 80er-Jahren Julia Neigel (damals Jule Neigel) gemeinsam mit Axel Schwarz, Andreas Schmid, Thomas Ludwig und anderen Begleitmusikern die Jule Neigel Band.
Jule Neigel eroberte damals die Hitparaden und Bestenlisten in Deutschland. Jule Neigel tourte mit dieser Band in zahlreichen Konzerten und Tourneen erfolgreich durch Deutschland und andere europäische Länder, bis es eines Tages dazu kam,
wie es leider in Musikgruppen viel zu oft vorkommt: Es knallte und die Sängerin und Namensgeberin ging im Streit mit den Musikern auseinander. Laut Julia Neigel begann der Disput mit einer Diskussion um ihre Selbstwürde. Grund soll das Angebot einer Erotikfotosession für eine große Zeitschrift gewesen sein, die zur Veröffentlichung eines Albums ein großer Aufschlag werden sollte (Interview Mannheimer Morgen). Julia Neigel war dagegen; Axel Schwarz versuchte allerdings, sie zu überreden, es doch zu tun. So ihre Aussage.
Ab da entschied Julia Neigel, die Zusammen arbeit mit Schwarz zu beenden. Sie vertraute ihm nicht mehr und hinterfragte alles um sich herum. Freund schaften wurden beerdigt, die Einnahmen versiegten - bis auf einige Lizenzen und die Urheberrechtstantiemen durch die GEMA und GVL für die bis dahin eingespielten, komponierten und veröffentlichten Kompositionen, Texte und Arrangements. Aufgrund der Popularität vieler Songs von "Jule Neigel" müssen bis heute erhebliche Urheberrechtstantiemen (GEMA, GVL) in die Taschen der sogenannten "Erfinder" der Kompositionen, Texte, Arrangements und aktiven Musiker geflossen sein und nur zu einem geringen Teil an Kompositionsanteilen in die Taschen Julia Neigels, obwohl diese sich als Erfinderin fast aller Melodien und aller Texte ihrer Alben bezeichnet.
TEXT: OLE SEELENMEYER
FOTO: CHRISTIAN BARZ
Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 04/2011




