
Forderung: Quote für deutschen Pop Künstler und Wirtschaft mahnen Rundfunk
Berlin. Der Liedermacher Reinhard Mey und Vertreter aus Wirtschaft und Kultur haben eine Radioquote für deutschsprachige Musik gefordert. "Es führt kein Weg an einer Quote vorbei, wenn wir nicht einen ganzen Kultur- und Wirtschaftszweig an unterlassener Hilfeleistung eingehen lassen wollen", sagte Mey in seiner Heimatstadt Berlin.
Die Quote solle bei 40 Prozent liegen. Der Anteil deutschsprachiger Titel in den Radioprogrammen liegt den Angaben zufolge momentan bei rund 1,5 Prozent. Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, sagte, die mittelständisch strukturierte Musikwirtschaft brauche Chancengleichheit gegenüber den internationalen Medienmultis. In Deutschland stünden die kleineren Musikproduzenten am Abgrund, im Ausland drohe der Verlust großer Marktanteile.
21. Bundesrock & Popfestival "Deutscher Rock & Pop Preis 2003"
Die Rock- & Pop-Stars von morgen...
Das hatte es bisher in Deutschland noch nicht gegeben: Am Samstag, den 15. November 2003 rockten im Hamburger Congress Centrum über 1.500 Rock & Popmusikerinnen und -musiker aller musikstilistischen Bereiche in einem friedlichen Wettstreit um die besten Plätze. Eine Expertenjury um die Neue-Deutsche-Welle-Ikone Joachim Witt vergab um 1:00 Uhr nachts die Deutschen Rock & Pop Preise 2003 an insgesamt 15 beste Rock- & Pop- Bands, SängerInnen, Komponisten, Texter und Musikproduzenten.

Radio FFH gegen Quoten für deutschsprachige Musik
Frankfurt. Der Sender Radio FFH hat Forderungen aus der Musikindustrie nach einer Quote für deutschsprachige Musik im Rundfunk zurückgewiesen. "Die Radiosen-der sind für die schlechte Lage der Musikindustrie nicht verantwortlich", sagte der Geschäftsführer des Marktführers im hessischen Hörfunk, Hans-Dieter Hillmoth mit Hinweis auf die Umsatzeinbrüche bei den Musikkonzernen. Eine angemessene Quote für deutschsprachige Musik in den Hörfunksendern hatte der Chef der Universal Music Group (Berlin), Tim Renner, angeregt. Er will damit das Musikspektrum der Sender verbreitern, um auch neuen Sängern und Gruppen Chan-cen zu geben. Einen Vorstoß in dieselbe Richtung haben der frühere Kulturstaatsmi-nister Julian Nida-Rümelin (SPD) und der bayerische Staatskanzlei-Chef Erwin Hu-ber (CSU) unternommen. Hillmoth warf dagegen der Musikindustrie vor, jahrelang die deutsche Musik vernach-lässigt zu haben. "Die Konzerne haben es versäumt, neue Künstler aufzubauen." Derzeit spielt der Sender rund 90 Pr
Musikrat fördert die Popmusik
"Kulturell unsinnige Trennung der Sparten aufheben"
Mannheim. Der Deutsche Musikrat will verstärkt auch die Unterhaltungsmusik fördern. Damit werde die kulturell unsinnige Trennung zwischen Unterhaltungsmusik und ernsthafter Musik durchbrochen, sagte Präsident Martin Maria Krüger in Mannheim. "Wir würden unsere Berechtigung als Repräsentant verlieren, wenn wir uns nicht mehr mit der Popularmusik beschäftigen", erklärte der Chef der bundesweit acht Millionen Laien- und Berufsmusiker. Außerdem werde durch die Öffnung auch die E-Musik profitieren. Der Musikrat begrüßte zugleich die Forderung von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD), mehr deutsche und in Deutschland produzierte Musik im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu spielen. "Es muss etwas geschehen in dieser Richtung, vor allem im Popularbereich", betonte Vizepräsident Jens Michow.




