Die eigene Meinung: Musikstadt am Scheideweg
Das "Mannheimer Modell" zwischen Anspruch und Wirklichkeit
von Florian Friedrich
Mannheim ein ehrgeiziges Ziel ausgerufen: Die Kurpfalzmetropole sollte sich zum Popmekka der Republik entwickeln, von "heimlicher Pophauptstadt" war die Rede, der Erfolg namenhafter Mannheimer Musiker (Söhne Mannheims, Xavier Naidoo, Laith Al-Deen) tat sein übriges. Um diesen Ruf zu festigen, sollte ein 4-Säulen-Modell implementiert werden: Der Musikpark, die Popakademie, die städtische Popförderung und die Musikszene vor Ort.
Viele Millionen Euro wurden vom Land Baden-Württemberg und der EU investiert, um im heruntergekommenen Hafenviertel Jungbusch "veredelte Rohbauten" hochzuziehen, die den Charme von Kühlschränken ausstrahlen. Der Musikpark ist ein Existenzgründerzentrum, hier kann man zu günstigen Finanzierungskonditionen Büround Studioräumlichkeiten mieten.
Unter Vernetzungsaspekten eigentlich eine tolle Idee, leider schottet sich der Musikpark unter der Ägide des Geschäftsführers Christian Sommer nach Außen ab, hereingelassen und respektiert wird nur, wer Geld mitbringt oder dem "Mannheimer Klüngel" angehört. Pfründe werden mit Hauen und Stechen verteidigt, Andersdenkende abserviert und totgeschwiegen. Ähnlich verhält es sich mit der Popakademie, deren Gesellschafter das Land und Xavier Naidoo mit seinem Partner Michael Herberger sind - selbstverständlich enge Kumpels von Herrn Sommer.
Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 03/2007




