Kampf gegen Tauschbörsen
Teilnehmer von Musiktauschbörsen wie Kazaa müssen vorerst keine Strafverfolgung fürchten.
"Wir konzentrieren uns darauf, die Betreiber der Dienste anzuzeigen", so Phonoverbandssprecher Hartmut Spiesecke. Dessen Ermittler identifizierten jüngst einen Studenten aus der Nähe von Fürth als Anbieter. Rechtsanwalt Thorsten Feldmann rät prinzipiell zur Vorsicht: "Wer Musiktitel zum Download anbietet, ohne selbst Rechteinhaber zu sein, begeht eine Straftat"

Die Jobs- Maschine und ihre Folgen
Musik verkaufen übers Internet? Geht nicht, glaubten die Manager. Jetzt beweist Apple-Chef Steve Jobs das Gegenteil. Sein Modell könnte die angeschlagene Plattenindustrie retten Es war eine Anklage, die als Hilferuf gelesen werden muss. Als Hilferuf der Musikindustrie an ihre Kunden. Als Hilferuf an die ganze Welt. Die größten Musikkonzerne, von Universal bis Sony, haben im April vier amerikanische Studenten auf 98 Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt. Einer von ihnen ist Daniel Peng. Unter dem Aktenzeichen 03-1441(SRC) wurde ihm vorgeworfen, er habe "ein universitäres Computernetz in seine Gewalt gebracht". Tatsächlich hatte Peng eine kleine Suchmaschine entwickelt, die anzeigte, auf welchen Rechnern der Universität Princeton die Musik von Christina Aguilera, Madonna und anderen Sängern gespeichert war. Jeder auf dem Campus konnte mühelos auf die Titel zugreifen und sie kopieren. Tausendfach. Illegal.

Wie die Majors den Ton angeben
Klagewelle gegen Bertelsmann Neben Apples neuem ?Music Store? sind international sieben größere Download-Shops aktiv. Oft wagten die so genannten "Independents" - das sind kleine und mittelgroße Labels ohne betriebswirtschaftliche Abhängigkeit von den Großen ? den ersten Schritt und fütterten Pioniere wie mp3.com, Liquid Audio, Good Noise oder Full Audio mit ihrer Musik. Zu den bekanntesten Vertretern gehören heute LiduidAudio, Listen.com/Rhapsody, EMusic und mp3.com, wobei die beiden letzten von Universal Music Group geschluckt wurden.

Klagewelle gegen Bertelsmann
Musikfirmen fordern Entschädigungen wegen Napster
BERLIN/NEW YORK, 14. Mai. Der Bertelsmann-Konzern gerät wegen seines Engagements bei der inzwischen geschlossenen Internet-Musiktauschbörse Napster zunehmend in Schwierigkeiten. Mehrere US-Musikfirmen und Songschreiber haben jetzt Europas zweitgrößten Medienkonzern in New York auf Schadenersatz verklagt.




