EINE BRANCHE BLUTET AUS
Neuer Schlag für die Musikindustrie
Illegale Downloads haben ihnen Milliarden-Verluste eingebracht. Junge Bands verzichten immer öfter auf die konventionellen Vertriebswege und kicken ihre Karriere via Internetplattform "MySpace" an, statt sich um einen Plattenvertrag zu bemühen. Und jetzt kommt der nächste Schlag für die ehemals mächtige Musikindustrie. Etablierte Stars kehren den Labels den Rücken zu und machen ihre Verträge dort, wo momentan das Geld liegt: bei den Konzertveranstaltern. Denn mittlerweile wirdmit Konzertkarten und den dort verdealten Accessoires mehr Umsatz gemacht als mit Tonträgern, also CD's und Platten. Es geht hier um so genannte 360-Grad-Deals, die diegesamte Wertschöpfungskette umfassen. Der amerikanische Konzertveranstalter Live Nation rollt die angeschlagene Musikbranche damit weiter auf. Nach Madonna (120-Millionen-Dollar-Kontrakt) und U2 hat die Agentur mit einem 150 Millionen Dollar schweren Zehnjahresvertrag auch Rapstar Jay-Z an sich gebunden. Er gibtLive Nation, das auch ein eigenes Plattenlabel gegründet hat, die Kontrolle über praktisch alle geschäftlichen Aktivitäten von Jay-Z - einschließlich der Vermarktungsrechte an seinen Songs. Der 38-Jährige, der mit US-R&B-Star Beyonce verbandelt ist, betreibt neben seiner Musikkarriere auch ein Modelabel und einen Nachtclub in New York. Überall wird jetzt Live Nation mitverdienen. Und Jay-Z's bisherige Plattenfirma Universal ist eines ihrer Zugpferde los.
TEXT: M. LUXENBURGER
QUELLE: MÜNCHNER MERKUR
FOTOQUELLE: JAY-Z - UNIVERSAL MUSIC
Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 01/2009




