GVL: ÄNDERUNG DER ABRECHNUNGSFUNKTION ÜBER DAS NEUE "ARTSYS"-PORTAL
Wie bereits in der letzten Ausgabe des MUSIKER MAGAZIN angekündigt, soll hier das Thema "Honorare und Umsatzbeteiligungen" zur Abgeltung von Leistungsschutzrechten ausführlicher behandelt werden. Hierunter fallen bekanntlich die am weitesten verbreiteten Vergütungsformen, welche Musikern seitens der im Markt operierenden Tonträgerhersteller, Produzenten (Musik + Video), Synchronisationsfirmen u.a. (aus-) gezahlt werden.
Allerdings gibt es bei der GVL auf diesem Sektor aktuelle Entwicklungen. Wie am 07.05.2009 im Verlauf der GVL-Berechtigtenversammlung in Berlin von den Geschäftsführen Dr. Tilo Gerlach und Peter Zombik erklärt wurde, sind zahlreiche Verträge zwischen der GVL und verschiedenen Tonträgerfirmen (Independents) bzw. (privaten) Sendern ausgelaufen bzw. vorzeitig aufgekündigt worden. Auch aufgrund laufender Rechtsstreitigkeiten, insbesondere wegen Vorgaben durch die Europäische Union (EU), müssen zukünftig ebenfalls ausländische Verwertungsgesellschaften in Deutschland die Rechte ausübender Künstler wahrnehmen dürfen. Maßgabe soll unter anderem sein, dass Künstlern somit auch die Auswahl des "günstigsten Anbieters" auf diesem Markt möglich wird. Dies bedeutet gleichfalls, dass damit das über 50 Jahre und in Deutschland einzigartige System der Abrechnung über die "GVL-Nachweisbögen" ab 2010 wohl der Vergangenheit angehören wird. Hierfür wurde das neue Online-Meldesystem "artsys" vorgestellt.
Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 03/2009



